Ich melde mich hier aus dem entzückenden New York. Man merkt schon, die Stadt hat mich wieder in ihren Bann gezogen…. :-) . Aber fangen wir von vorne an.
Vorgestern ging es erst einmal vom deutschen (Hauptstadt)provinzflughafen Tegel los in Richtung Amsterdam. In Schiphol (man spricht das übrigens so auf holländisch: schrripchol) nutze ich dann die gute Anbindung des Flughafens an die Innenstadt (Bahnhof ist direkt unter bzw. neben den Terminals) und ließ mich von der königlich holländischen Staatsbahn (die by the way um einiges verranzter ist als die meisten RB`s bei uns) in weniger als einer halben Stunde ins Zentrum fahren. Dort traf ich mich dann mit einem meiner Chinamitfahrer, dem Roelof. Roelof studiert in Uetrecht und war so nett mir die Stadt für ein paar Stunden zu zeigen. Wir hatten unglaubliches Glück mit dem Wetter, 17°C und Sonnenschein pur. Amsterdam hat mir ziemlich gut gefallen mit seinen Grachten, Kanälen, Gässchen, Hausbooten und Kaufmannshäusern. Von den Gebäuden her ist die Stadt verglichen mit anderen Metropolen ziemlich klein und gediegen, jedoch pulsiert das Leben in Amsterdam sehr stark. Viele fröhliche Leute auf den Straßen (kann auch am Wetter gelegen haben) und in den unzähligen kleinen Cafés schafften ein recht entspanntes, weltoffenes Flair. Aber auch die vielen Klischees, die so über Amsterdam in der Welt kursieren sind einfach zum großen Teil wahr. Zahlreiche Coffeeshops, ein riesiger Rotlichtdistrikt mit allen drum und dran mitten im Zentrum und Düblung (Marihuana rauchende Leute) an jeder Ecke gehören genauso zum Stadtbild, wie orangene T-Shirtträger, Käseläden und Holzschuhverkäufe. Nach 4 Stunden Amsterdam City ging es dann zurück zum Airport und von dort aus weiter nach New York.
Die 8 Stunden Flug vergingen wie im Flug (was ein blödes Wortspiel^^). Mir war zumindest nicht langweilig :-). Am JFK angekommen, wartet schon David auf mich um mich abzuholen. New York empfing mich mit Starkregen, jedoch störte das nicht, weil es eh schon dunkel war. Nach einer 45minütigen Fahrt kamen wir dann schließlich bei ihm zu Hause an. David und sein Mitbewohner Patrick sind so unglaublich freundlich zu mir, dass ich mein Glück noch gar nicht so richtig fassen kann. Sie wohnen in Uptown Manhattan in absolut genialer Lage direkt an der Amsterdam Avenue (Zufall?) und nur 5 Minuten vom Central Park entfernt. Das Appartement hat mich erst einmal umgehauen, eine genauere Beschreibung und Fotos gibt’s erst im nächsten Bericht aus Zeitgründen.
Nach einer geruhsamen Nacht begann ich den ersten Tag in New York mit einem Morgenlauf durch den Zentralpark kurz nach Sonnenaufgang. Es war fantastisch die Stadt joggend erwachen zu sehen, zumal die Sonne sich von ihrer besten Seite zeigte. Das sollte auch den ganzen Tag so bleiben. Es war ein angenehmer Frühlingstag mit bis zu 17°C, so sollte Urlaubswetter sein! Anschließend frühstückte und plauderte ich noch eine Weile mit David zusammen und fuhr anschließend mit der U-Bahn an die Südspitze Manhattans. Von dort aus ging es mit dem Schiff weiter nach Ellis Island, vorher jedoch direkt an der Freiheitsstatue vorbei. Ellis Island ist die Insel, auf der bis 1954 fast alle US-Immigranten landeten und aufgenommen oder abgeschoben wurden. Die Ausstellung zur Einwanderungsgeschichte der USA ist eine der besten, die ich jemals gesehen habe, sehr anschaulich, interaktiv, total viele verschiedene Darstellungsformen, kurz rundum gelungen. Im Bistro auf Ellis Island ließ ich mir dann mit herrlichem Blick auf Manhattan mein ersten Cheeseburger in Amerika schmecken, bevor es zurück zum Battery Park ging. Nun schlenderte ich ein paar Stunden lang durch das (einst?) mächtigste Finanzzentrum der Welt in Downtown Manhattan und schaute mir so einiges, wie Wall Street+ Börse, Ground Zero oder World Financial Center, an. Sehr interessant war, dass ich gerade zur Rush Hour da war und wirklich Himmel und Menschen unterwegs waren. Vor allem an der neuen U-Bahnstation/Nahverkehrsbahnhof unter dem ehemaligen World Trade Center war die Hölle los; war aber eine sehr spannende Erfahrung. Hier fiel mir ein riesiger Bildschirm ins Auge, welcher die Uhrzeit anzeigte. Erst in diesem Moment fiel mir auf, dass ich wohl im Flugzeug nach der Landung in New York meine Uhren um eine Stunde zu weit zurückgedreht hatte, wahrscheinlich noch aus lauter Sommerzeitverwirrung oder warum auch immer… Auf jeden Fall ziemlich lustig, dass ich fast 24h lang eine ganze Stunde im Rückstand war ohne davon was zu merken.
Im Anschluss an diese komische Erkenntnis fuhr ich weiter gen Brooklyn Heights und spazierte am East River vorbei an unzähligen wunderschönen Häuschen gen Brooklyn Bridge. Auf diesem Meisterstück (deutscher) Ingenieurskunst erlebte ich dann einen super-Sonnenuntergang mit Blick auf die ganze Stadt. Das war so einer der Momente, die man versucht im Hirn zu konservieren um sich später voll und ganz zurückerinnern zu können. Als krönendes Highlight des Tages fuhr ich zum Times Square. Ein unglaubliches Lichtermeer und viele gut gelaunte Menschen, zusammen mit den ganzen Musical-, Theaterbühnen schaffen dort eine herrliche Atmosphäre, die ich mir noch gut eine Stunde lang zu Gemüte führte.
Bilder könnt ihr hier sehen: http://picasaweb.google.de/uwe22888/USATrip# Ich habe im Moment keine direkt in den Text eingefügt, weil ich gleich los will.
See you later!
HaHa :D total gut uwe.. super geschrieben und zum schluss das highlight. das video mit dem riesen toys'r'us xD *THUMBS UP*, gruesse von marvin :)
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