Ein letztes Servus nach Germany!
Warum gabs es jetzt fast eine Woche lang nichts mehr von mir zu hören, obwohl ich hier in Minneapolis über optimalen Zugang zum WorldWideWeb verfüge? Hmmm, das liegt höchst wahrscheinlich daran, dass sich Norman und Jennifer perfekt um mich gekümmert haben. Die letzten Tage waren echt super hier. Ich bin ziemlich entspannt und ganz gut in Urlaubsstimmung und habe nicht wirklich Lust wieder in den deutschen Alltag zurück zukehren; aber wat muss, det muss, nech... Da ich hier nicht mehr viel Zeit habe, im Folgenden kurz und knapp:
Am Donnerstag Nachmittag nahm ich den nächstbesten Bus und fuhr nach Downtown Minneapolis um Norman auf Arbeit zu besuchen. Es war wirklich faszinierend für mich einmal zu sehen, wie in so einem "Finanzhochhaus" gewerkelt wird. Vor allem der Handelsflur und Normans aktuelle Projekte, welche er mir anschaulich erläuterte (endlich mal Praxisbezug und nicht nur blanke Lehrbuchstheorie für mich!), waren sehr spannend. Dannach spazierten wir gemeinsam durch die Downtown und das Skywaysystem (Brückenverbindungen und Wege innerhalb der Hochhäuser wegen der kalten Winter in Minnesota)bis zum St. Anthony Fall, wo die (Hoch)wassermassen des Mississippi beeindruckten. Auch die alten Mühlen, Kraftwerke und Industriegebäude in dieser Gegend waren sehr interessant. Abends ging es dann ab. Zuerst gingen wir drei zusammen in die Bar des Foshay Towers im 27. Stockwerk um einen Drink mit toller Aussicht (und mal wieder Sonnenuntergang) zu genießen und anschließend ins Steakhouse Manny`s, wo ich ein Riiiiesensteak genau nach meinem Geschmack vorgesetzt bekam. Alles bei Manny`s war einfach nur unglaublich riesig. Wir schafften es zwar unsere Steaks mit Mühe und Not zu verdrücken, mussten dann jedoch beim Nachtisch dann letztendlich doch kapitulieren.
Am nächsten Tag ging es nach ausgiebigem Ausschlafen in zwei sehr schöne State-Parks im Gebiet um Minneapolis um die Kalorien vom Vorabend beim Wandern ein wenig zu verbrennen. Flora und Fauna im aufkommenden Frühling hier waren wunderbar anzusehen. Abends machten wir uns daran meine "American-Sports-Erfahrungen" auszubauen und dafür kam im "State of Hockey" natürlich nichts anderes außer Eishockey in Frage. Da es ein sehr wichtiges Spiel um den Playoffeinzug für die Minnesota Wilds war, war die Arena mit 18000 Menschen, inklusive uns komplett, gefüllt. Ich fand die Stimmung hier noch besser als beim Basketball in New York, aber schaut selber:
Am Samstag unternahmen Norman und ich ein erste kleine Spritztour mit dem Rennrad um ein paar für die Gegend typische Seen zu umrunden. Das Wetter war dabei (wie die ganze Woche lang) super mit Sonnenschein und relativ angenehmen Temperaturen. Am Abend schmiss Norman dann seine vorgezogene Geburtstagsparty, auf der ich dann wieder viele nette Gespräche mit Amerikanern haben konnte und somit auch weiter mein Englisch üben konnte... Sonntag früh quälten wir uns dann schon um 6 aus den Federn, denn eine weitere Radtour stand an. Diesmal ging es mit einer Gruppe (by the way: sogar die A-group muhahah :-)) über 55 Meilen (ca 90km) durch die Gegend südöstlich von Minneapolis. Zu meinem eigenen Erstaunen habe ich ziemlich gut mithalten können (heißt bin nicht komplett abgehängt wurden). Am Abend fuhren wir zu einem Osteressen bei Jennifer Familie, wodurch ich wieder einen Aspekt mehr des amerikanischen Alltags kennen lernen durfte.
Montag wartete dann das "uramerikanische Shoppingerlebnis" schlechthin, die Mall, auf mich. Und zwar nicht nur irgendeine Mall, sondern die "Mall of America", der größte Konsumtempel in den Staaten. So etwas Verrücktes habe ich vorher noch nicht gesehen, nicht einmal in China. Das ganze Ding ist so groß, dass sie in die Mitte der Mall einfach mal einen überdachten Freizeitpark mit zig Achterbahnen und Fahrgeschäften hineingesetzt haben. Einfach nur einmal auf jeder Etage umherlaufen hat selbst im Marschschritt 2h gedauert. Über 500 Geschäfte, an den Ecken 4 riesige Einzelkaufhäuser, jedes größer als alle Karstadt`s in Deutschland, überforderten mich dann doch ein bisschen mit meinen recht bescheidenen Einkaufsamibtionen. Nach stundenlang Kampf habe ich dann jedoch alles bekommen, was ich wollte ;-). Abends fuhren wir dann noch zusammen zu einem anderen Statepark mit Mississippiwasserfall, wo einmal mehr die Wassermassen beeindruckten und suchten anschließend erneut ein Steakhouse auf, wo wieder sehr lecker gespeist wurde.
Gestern besuchte ich dann den Minnesota Zoo. Absolutes Highlight hieren war das Bärengehege, wo 3 Grizzlys dank einer Glasscheibe an der richtigen Stelle aus extremer Nähe beim spielen, kämpfen, schwimmen und klettern beobachtet werden konnten. Danach ging ich noch einmal in die "Über-Mall" vom Vortag um mir mit Norman ein tolles "Tunnelaquarium" (man läuft durch einen Tunnel und überall um einen herum sind Fische und co) anzuschauen. Nach einer weiteren sehr schönen Radtour in der Gegend von Stillwater, ging es abschließend noch zum Kuchen essen zu Tanya. Heute heißt es dann leider schon Abschied zu nehmen.
Fazit: Ein Supertrip mit vielen Erlebnissen, Eindrücken, Bekannschaften und total netten Gastgebern überall.
Fotos sind wieder auf http://picasaweb.google.de/uwe22888/USATrip# zu finden.
Das wars dann auch für erste mal mit der Bloggerei. Im Sommer, wenn es dann mit China ernst wird, geht es weiter!
Danke fürs Lesen und bis bald!
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Klingt echt fantastisch!
AntwortenLöschenIch bin gespannt auf deine Berichte aus China...