Montag, 24. August 2009

Gute Vorsätze, auf geht’s!!

00:20, ich sitze gerade im Flieger mitten über Russland und fange an produktiv zu werden… oder so ähnlich.

Bevor ich nun endgültig in China lande, möchte ich noch ein kurzes Augustresümee geben. Nach meiner letzten Prüfung fuhr ich erneut nach Trier um einen letzten abschließenden Chinesischssprachkurs zu absolvieren, quasi den finalen Schliff holen. Dieses Mal ging es dabei jedoch wesentlich entspannter zu, als bei den ersten beiden Malen. Trotz duzender neuer Vokabeln jeden Tag ließen wir es uns nicht nehmen den Trierer Sommer zu genießen. Das tägliche Moselschwimmen und auch eine Grillfeier bei Professor Pohl waren dabei wohl die Highlights. Im Anschluss darauf blieb ich mit Almut noch drei Tage um die Gegend rund um Trier per velo zu erkunden. Der Pfälzer Wald und das Moseltal sind wirklich geniale Gegenden zum Wandern und Radfahren kann ich nur sagen. Abschließend fuhren wir noch Luxemburg besichtigen. Die Stadt hat einiges mehr an Sehenswürdigkeiten und Charme zu bieten, als ich erwartet hätte; es hat sich also gelohnt!

Daraufhin machte ich mich auf den Weg zurück nach Karlsruhe, wo ich innerhalb von zwei Tagen meine alte Bude komplett ausräumte und danach am vorletzten Freitag schließlich mit 11 anderen Kerlen auf eine Hütte in 1200m Höhe in der Nähe des Feldberges fuhr. Die geschah um Benny einen angemessenen Abschied aus der Freiheit der Jugend (andere nennen es Junggesellenabschied :-P) zu bescheren. Weitere Ausführungen sind glaube ich dazu nicht nötig. Am Samstag bewältigte ich dann die 700km vom Feldberg nach Dessau gut und feiert abends auch gleich einen kleinen Vorabschied mit einigen guten Freunden. Am Sonntag führte mich mein Trip kurz nach Berlin, wo ich Paula und der Leichtathletikweltmeisterschaft einen kurzen Besuch abstattete um aber noch am gleichen Abend nach Greifswald weiter zu düsen. Es war schön bei tollstem Wetter in der Ostsee zu baden und meine Großeltern und meine Geburtsstadt noch einmal zu sehen. Jedoch war mein Zeitplan sehr eng angelegt, sodass ich am Dienstagmorgen schon wieder über die Autobahn jagte. Mein nächstes Ziel hieß Herdecke, wo ein erneuter Kurzbesuch bei meinen Cousins und ihre Eltern auf dem Programm stand. Mittwoch folgte dann die finale Fahrt nach Karlsruhe. Nachdem ich meine letzten Klamotten im Auto verstaut hatte, hieß es bei Beachen, Grillen und anschließendem Carambobesuch Abschied von den Karlsruhern zu nehmen. Tags darauf fuhr ich dann wieder nach Dessau, wobei ich jedoch einen Zwischenhalt in Halle bei Stella, Kathrin und Maik machte. Am Freitag folgte dann nach den letzten organisatorischen Dingen meine Dessauer Abschieds- und Geburtstagsparty im Kiez. Unglaublich was da los war. Ich mein, ich hab schon eine Menge Leute eingeladen, jedoch habe ich nicht damit gerechnet, dass tatsächlich so viele kommen würden. Um 0 Uhr wurde ich dann mit Glückwünschen, Geschenken und Umarmungen von allen Seiten überrannt, echt genial! Wir ließen es richtig krachen bis 5 Uhr morgens, ganz wie zu „alten Dessauer Zeiten“. Ausschlafen am nächsten Tag war Fehlanzeige, denn die abendliche Familienfeier musste entsprechend vorbereitet werden. Trotz ziemlich üblen Katers konnte ich dies auch dank tatkräftiger Unterstützung gut über die Runden bringen. Zur Feier am Abend fanden sich dann 25 Verwandte und Freunde ein, sodass wir eine wirklich große, schöne und sogar internationale Runde waren. Nachdem Grillen und letzten Gesprächen verabschiedete ich mich von Deutschland um Mitternacht mit einer finalen, monströsen Arschbombe in unseren Pool. Heute bzw. gestern stand dann nur noch aufräumen und Sachen packen auf der to-do-Liste.
Und jetzt sitze ich hier in voller auf Nanjing im Flieger und alles um mich herum ist am schlafen und schnarchen. Mein erstes Opfer zum Chinesisch lernen habe ich bereits in meinen Nachbarn gefunden. Jetzt gerade schläft er, sobald er aber wach ist, werde ich ihn weiter malträtieren :-).

Weil wir gerade dabei sind, es stehen zumindest hier im Blog immer noch einige Fragen offen im Raum. Warum eigentlich China, wie kam es dazu, wie lief das genau mit dem Stipendium, was machst du da eigentlich, studieren, Urlaub oder was, undundund. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich nicht weiß, ob ich das mal gebacken all diese Fragen zu beantworten. Es nimmt einfach viel Zeit in Anspruch und naja ich glaub die meisten von euch wissen eh, wie sich das Ganze ergeben hat. In eigenen Punkten möchte ich es mir doch Recht einfach machen und einfach auf den Blog meiner lieben Mitreisenden Lisa verweise, welche dazu doch Einiges schon zu Tastatur gebracht hat: http://ein-jahr-in-china.blogspot.com/.

Abschließend möchte ich bei allen für die letzten Wochen bedanken, nur dank euch ging das so ab!

Mit dem nächsten Bericht geht es dann endlich richtig los!

1 Kommentar:

  1. Hallo Uwe,
    willkommen in China! Wollte doch gleich lesen ob du gut angekommen bist. Du dürftest jetz tief und fest schlafen. Wen wundert es auch - nach so ereignisreichen Tagen und anstrengendem Flug.
    Viele Grüße
    Barbara

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